Frische Erdbeeren / Flüchtlinge

Frau S. hat eingekauft und steigt am Frouardplatz in die Linie 2 nach Donrath ein. Am Lidl steigen Frau M., und Frau B. dazu. Frau M. begutachtet den Einkauf von Frau S. und meint:"Sach, häst Du frische Erdbeere jekoof ? Die sehn äwer jot us. Schmecke die dann och ?" Frau S. darauf mit grinsendem Gesicht:"Ach ja, ich habe eine probiert, die war ganz gut." Jetzt mischt sich Frau B. ein und meint:"Ich hatte vor zwei Wochen Erdbeeren gekauft, die sahen auch ganz toll aus. Ich hab auch vorher probiert und gemeint sie wären ganz gut. Ich hab dann Erdbeerkuchen gebacken. Als wir den dann essen wollten, hat es uns die Gesichter in die Breite gezogen, so sauer waren die. Wir mussten dann eine Lage Zucker darüber streuen und einen ordentlichen Klätsch Sahne dazu nehmen, damit wir den Kuchen essen konnten. Von den Erdbeeren hast du dann nichts mehr geschmeckt. Aber durch den vielen Zucker und die Sahne hast du was für die Hüften getan." Alle drei lachen herzlich.

Ich fahre auf der Hauptstraße Richtung Donrath. Beim Passieren des ehemaligen China Restaurants, jetzt Flüchtlingsunterkunft, meint Frau M.:"Hier is och immer jet loss ! Entweder werfe se de Kinger us dem Fenster oder se zerschlajen sisch oder se stesche sisch kapott. Schlimm is dat. Äwer wat solle die och der janzen Dag maache. Die müsse doch nur in der Bud hocke un de Wände aanlure. Dat is doch normal, dat die auf dumme Gedanke komme. Mer sollt se doch arbeede losse. Et jiet jenoch Arbeet. In mingem Jaade is immer jet ze dunn. Isch künnt ene vun denne bruche. Der köhm schon ens nit op dumme Gedanke." Sie sieht die anderen drei Frauen fragend an und die nicken zustimmend

(von: Helmut Graf-Schulz)

Hundekot

Ich fahre Linie 2 Donrath. Als ich gerade das Haus von Frau K. passiere, sehe ich, dass sie dabei ist, das Haus zu verlassen. Sie ist wie immer in Eile. Ich halte an und öffne die Tür. Sie steigt ein, bedankt sich und zahlt. Sie ist hörbar außer Atem und meint: „Ich habe den Bus in letzter Zeit öfter verpasst, weil ich mich vertrödelt habe.“ Sie setzt sich hinten neben Frau Sch.. Frau K. beginnt sofort auf Frau Sch. einzureden. „Stellen Sie sich vor, da hat ein Hund gestern einen riesigen Haufen genau vor meinen Eingang gelegt. Ich bin auch noch rein getreten. So eine Sauerei. Das war so ein riesiger Haufen, so etwas habe ich noch nie gesehen. Was gibt es denn noch für Tiere, die größer sind als Hunde?“ Frau Sch. zuckt nur mit den Achseln. „Vielleicht waren es ja auch zwei Hunde gleichzeitig,“ blende ich mich scherzhaft ein. Frau Sch. Lacht, aber Frau K. findet es nicht lustig und meint, immer noch erregt: „Das geht nicht, das machen die auch nicht. Aber warum machen die Hundebesitzer das nicht weg?“ „Das ist doch ganz einfach,“ belehre ich sie nun. „Wenn der Kot den Hund verlassen hat, besteht keine Verbindung mehr zu dem Tier, also ist der Besitzer nicht mehr zuständig.“ Frau Sch. lacht schallend und Frau K. lächelt etwas gequält. „Also mussten Sie den Haufen wegmachen,“ fragt Frau Sch. halb feststellend. „Nein,“ kommt die prompte und triumphierende Antwort von Frau K.. „Ich nicht, aber mein Schwiegersohn!“ „Warum denn der,“ fragt Frau Sch. verständnislos. „Ja, der war doch immer so empfindlich und hat sich vor allem geekelt. Den habe ich inzwischen abgehärtet.“ „Und Sie haben Spaß gehabt,“ stellt Frau Sch. sachlich fest. „Ja, natürlich. Ich habe daneben gestanden und je mehr ich ihm den Ekel ansehen konnte, desto mehr habe ich mich amüsiert,“ feixt Frau K. sichtlich gut gelaunt. „Der hat sogar den Kindern verboten auf dem Rasen zu spielen. Die könnten ja schmutzig werden und sich durch die vielen Bakterien schlimme Krankheiten holen. Ich hab mich darum nicht gekümmert und habe die Enkel extra auf dem Rasen spielen lassen und wenn sie Erde im Gesicht hatten, weil sie hingefallen waren, habe ich das nicht abgeputzt. Die haben dann eben Dreck gefressen und sind dadurch abgehärtet worden. Inzwischen sind die auch robust und unempfindlich. Meinen Schwiegersohn habe ich auch fast soweit.“ Sie hatte sich immer mehr ereifert und war sichtlich in ihrem Element. Frau Sch. hat während dieses Redeschwalls nur noch gelacht.  Frau T., die die ganze Zeit zuhörend und beobachtend ganz hinten in der Ecke saß, wusste nicht so recht, was sie von Frau K. halten sollte. Sie schwankte daher im Wechsel zwischen schmunzeln und Ernsthaftigkeit hin und her.

(von: Helmut Graf-Schulz)

 

 

Vielen Dank

Einer unserer Bürgerbusse hatte einen Unfallschaden, es wurde keiner verletzt, aber der Bus mußte für 8 Tage in die Werkstatt. Aber woher bekommen wir schnell Ersatz her, dass unsere Linien nicht ruhen mussten? Fa. N. Müller hatte einen Leihwagen der unsere Wünsche erfüllte für die Übergangszeit. Ein Fahrzeug wo 6 Fahrgäste Platz haben geräumig und Luxus pur! Jeder von unseren Fahrern ist gerne mit dem Bus gefahren, sogar unsere Vorsitzende Frau Krotky. Soviel Technik an Bord, kleine versteckte Spielereinen, die wir gar nicht (sonst wären wir nicht pünktlich für Sie an den Haltestellen gewesen) alle ausprobieren konnten. Wir vom Bürgerbus Verein Lohmar e.V. können nur Gutes von dem Leihwagen beitragen. Herzlichen Dank an allen Mitarbeiter von der Fa. N. Müller, die mit dran gearbeitet haben, das unser Bürgerbus so schnell repariert wurde.

Ihr Bürgerbus Lohmar – Team

(Helene Krotky)

"So eng ist der Kontakt mit unseren Fahrgästen"

Bürgerbusfahrer mal ohne Bus

 

(Wolfgang Manz)

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Liebe Fahrgäste !

Wir bedanken uns sehr das Ihnen die neue Streckenführung von Wahlscheid nach Lohmar gefällt.

Die Tour, am 04.07.2017, begann mit strahlenden Sonnenschein.

Der Bürgerbus war noch nicht voll besetzt, aber unser Fahrer  blieb nicht lange alleine auf der Route. Der 1. Fahrgast wollte mal dem  Bürgerbus eine tolle Fahrt erleben  und fuhr von Honrath nach Wahlscheid und dann auch später nach Lohmar und zurück, war sehr begeistert, das der Bürgerbus Lohmar e.V. so etwas auf die Beine gestellt hat.

Auf der Tour nach Lohmar stiegen  noch weitere Fahrgäste in Oberscheid zu, die Termine in Lohmar zu erledigen hatten. Auch die beiden waren von der Bürger-Bustour nach Lohmar angetan und werden den Bürgerbus noch des Öfteren in Anspruch nehmen.

Nach nun einem Monat können wir zwar sagen die neue Streckenführung wird angenommen, aber das heißt nicht, das wir Sie als Fahrgäste nicht brauchen, wir möchten alle mitnehmen, ob Jung ob Alt.

Sollten Sie noch Anregungen oder Kritik (Lob nehmen wir auch an) haben, teilen Sie es uns mit unter:

helene.krotky(at)t-online.de  

Ihr  Bürgerbus – Lohmar Team

 

(AW)

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Verdienstmedaille für Helene Krotky aus Lohmar (Präsentiert von Focus.de)

Mit der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland lenkt der Bundespräsident die Aufmerksamkeit auf Leistungen, denen er besondere Bedeutung beimisst.

Dies gilt auch für Helene Krotky: Für ihr langjähriges Engagement im kommunalpolitischen und im sozialen Bereich hat ihr der Bundespräsident die Verdienstmedaille verliehen. Aus den Händen von Landrat Sebastian Schuster empfing sie heute (11.04.2017) im Rathaus in Lohmar die Ordensinsignien.

"Die kommunalpolitischen Strukturen in unserem Land sind auf den Einsatz von mündigen Bürgerinnen und Bürgern abgestimmt, denen es ein Anliegen ist, selbst für sich und für andere Partei zu ergreifen und die kommunalen Rahmenbedingungen mitzugestalten. Frei nach Max Frisch: ´Demokratie heißt, sich in die eigenen Angelegenheiten einmischen´", darauf wies Landrat Sebastian Schuster in seiner Laudatio hin.

Helene Krotky bringt sich in die Lohmarer Kommunalpolitik seit langen Jahren, seit 1989, ein. So war sie von 1989 bis 1999 Sachkundige Bürgerin, von 1999 bis 2004 Ratsmitglied der Stadt Lohmar und seit 2004 wieder Sachkundige Bürgerin, aktuell im Ausschuss für Kultur, Sport, Generation und Partnerschaft. Seit 1994 Mitglied der CDU, gehörte sie von 1989 bis 2010 als Beisitzerin dem CDU-Stadtverband Lohmar an, von 1999 bis 2004 leitete sie den Lohmarer CDU-Ortsverband Donrath-Scheiderhöhe, dessen stellvertretenden Vorsitz Helene Krotky seitdem inne hat.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ihres kommunalen Engagements liegt im sozialen Bereich. "Immer wieder wurde Frau Krotky mit den Mobilitätsproblemen älterer Menschen konfrontiert, was sie zum Anlass nahm, den ersten Bürgerbusverein des Rhein-Sieg-Kreises zu gründen", zitierte Landrat Sebastian Schuster aus der amtlichen Ordensbegründung. 2007 startete der Verein "Bürgerbus Lohmar", dessen Vorsitz sie seither innehat. Helene Krotky stellte ein ehrenamtliches Team von 30 Fahrerinnen und Fahrern zusammen. Sie fahren an sechs Tagen in der Woche, von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr, auf zwei Linien 35 Haltestellen an. Bisher wurden jährlich rund 12.000 Fahrgäste, darunter 4.500 Schwerbehinderte, befördert. Der Bürgerbusverein hat aktuell etwa 120 Mitglieder. Helene Krotky ist auch selbst als Fahrerin aktiv. "Besonders für ältere Menschen stellt diese Steigerung der Mobilität eine erhebliche Verbesserung ihrer Lebensqualität dar. Eine Erweiterung des Fahrgebiets und die Anschaffung eines zweiten Fahrzeugs sind derzeit in Planung", heißt es in der amtlichen Ordensbegründung.

Zudem war Helene Krotky als stellvertretende Vorsitzende des "Stadtmarketing Lohmar e.V.", von 2011 bis 2013, im Jahr 2011 maßgeblich an der Organisation des ersten, sehr erfolgreichen "Frühlingsfestes in Lohmar" beteiligt. Sie setzte sich sehr für die Kommunikation mit den Einzelhändlern und die Gesamtplanung ein.

Helene Krotky engagiert sich in vielfältiger Art und tatkräftig für Lohmar und seine Bürgerinnen und Bürger. "Hervorheben möchte ich, dass ihr Engagement für den Bürgerbus über Lohmar hinaus strahlt. Inzwischen sind in drei weiteren Gemeinden Bürgerbusse im Einsatz. Hierbei haben Sie, Frau Krotky, in der Gründungsphase mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Besonders ist ebenfalls, dass gerade durch Ihren Einsatz und Ihre kaufmännischen Fähigkeiten der Bürgerbusverein Lohmar einer der wenigen im Land Nordrhein-Westfalen ist, der finanziell auf eigenen Füßen steht und keiner Unterstützung bedarf", hob Landrat Sebastian Schuster in seiner Laudatio hervor.

Ihr Einsatz strahle damit auf die gesamte Region aus und mache Lohmar um eine Attraktion reicher. Die Liebe und tiefe Verbundenheit zur Heimat und zu ihren Menschen seien Motivation für das Engagement von Helene Krotky, so Landrat Sebastian Schuster.

"Unsere Gesellschaft ist auf das Engagement von Freiwilligen angewiesen, die sich mit Eigeninitiative und persönlichem Einsatz für die Belange der Gemeinschaft stark machen", mit diesen Worten überreichte Landrat Sebastian Schuster an Helene Krotky die Ordensinsignien verbunden mit den Glückwünschen der Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens und der Regierungspräsidentin.

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"Honrather Sonntag" 25.06.2017

Vorstellung für die neue Streckenführung

Ab 04.07.2017 fährt der Lohmarer – Bürgerbus nun auch von Wahlscheid nach Lohmar

Wer rastet der rostet, dachte sich unsere 1.Vorsitzende Helene Krotky. Das ist der richtige Ort um die neue Streckenführung ab 04.07.2017 vorzustellen. Es wurde Kontakt geknüpft mit dem 1. Vorsitzenden Lothar Peters vom MGV“ Eintracht“ Honrath, der damit einverstanden war, das wir mit unseren Bussen  kommen durften. Glücklich über die Antwort wurde alles in die Wege geleitet, Fahrpläne, Infoblätter gedruckt und ein paar Fahrer-/innen, die mit an dem Sonntag dabei sind, fanden sich auch schnell.

Die  Bürgerbusse bekamen noch vorher das volle Pflegeprogramm, von der Waschstraße bis hin zum abstauben. Nun kann der "Honrather Sonntag" kommen.

In  Honrath angekommen, wurden wir sehr nett von Herrn Peters begrüßt und er  wies uns den tollen Platz neben dem Alten Schulgebäude,  für unsere Busse zu. Unsere Prospekte aus gelegt und die Türen von den Bussen weit geöffnet, damit jeder mal reinschauen und das einsteigen probieren durfte.

Die Honrather haben eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Lecker Essen,  die "Honrather Pfanne" war ein Genuss, Reibekuchen, leckeres vom Grill, Kaffee und Kuchen. Schwungvolle Unterhaltung bot auch die "Swinging Brass-Band" (Leiter Tobias Lehmann), reges Treiben  fand auch auf dem Vorplatz des Kindergarten statt.

Es gab auch eine Tombola für die Kinder und für Erwachsene, wo es sehr schöne Preise gab. Helene Krotky probierte auch ihr Glück, aber es waren sehr viele Nieten dabei, aber bei den letzten 2 Losen waren auch Gewinne dabei.

Es haben sich viele Besucher für die Route von Wahlscheid -> Lohmar und zurück interessiert und sich auch Pläne und Infoblätter mit genommen. Wir hoffen sehr dass wir mit unserer Präsentation die Besucher demnächst in unserem Bürgerbus begrüßen dürfen.

Wir freuen uns auf Sie!

Es war ein toller "Honrather Sonntag"

Das Bürgerbus - Team                                   

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Bürgerbus Lohmar fährt Bewohner vom Altenheim Wahlscheid zum „Pop Meet Classic - Konzert „ nach Birk

Der Liederkranz Birk hatte noch einige Karten für die Veranstaltung am Sa. 24.06.2017 zu vergeben und dachte an unsere älteren Menschen aus dem ev. Altenheim Wahlscheid/Lohmar. Herr Fechtner, Vorsitzender vom „ Liederkranz Birk„, machte sich Gedanken über die Beförderung der Leute. Da kam die Idee beim Bürgerbus Lohmar anzufragen. Unsere Vorsitzende Helene  Krotky nahm sich der Sache an und regelte alles, Genehmigung eingeholt, Personal besorgt und ruck zuck war alles in trocknen Tüchern.

Der Abend kam, es war soweit, 16 eingeladene  Gäste, schick gekleidet, super drauf, warteten schon aufgeregt vor dem Altenheim Wahlscheid auf ihre Bürgerbusse. Liebevolle Mitarbeiterinnen des Hauses halfen ihren Bewohnern beim Einstieg. Unsere Fahrerinnen ( Krotky, Walk ) verstauten noch schnell die Rollatoren und los ging die Reise zu einem musikalischen Abend nach Birk.

In Birk angekommen wurden die Gäste von uns zu den für sie reservierten Plätzen begleitet. Und dann ging es auch schon los.

Es war ein wunderschöner Abend, der Saal im Bürgerhaus Birk war bis auf den letzten Platz besetzt. Was für ein Genuss, dem Männerchor „Liederkranz Birk„ bei seiner Darbietung vieler bekannter Lieder zuhören zu dürfen. Nach der Pause wurden alle Gäste eingeladen, nach Erhalt einer Liedervorlage, mit zu singen. Das war der Knüller, es wurde fröhlich gesungen und geklatscht.

Die gelungene Veranstaltung dauerte 3 Std. Unsere Fahrgäste waren auf der Rückreise zum ev. Altenheim Wahlscheid/Lohmar glücklich und einige sangen noch leise weiter.

Bei der Ankunft im ev. Altenheim Wahlscheid wurden wir schon von den Mitarbeiterinnen erwartet.

Glücklich und etwas erschöpft stiegen alle nach einander aus und bedankten sich bei den Bürgerbus- Fahrerinnen für die gute Betreuung und die tolle Fahrt zu einem schönen musikalischen Abend. Alles lief ohne Komplikationen ab.

Auch wir fuhren glücklich und zufrieden mit unseren Bussen wieder zurück nach Lohmar

 

(AW)

Uns Lene zum Dank

Die 34 Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbusses Lohmar nutzten die letzte Fahrt des Bürgerbusses Lohmar vor den Feiertagen am Vormittag des 24. Dezembers, um sich auf dem Frouardplatz bei Ihrer langjährigen Vorstandsvorsitzenden Helene Krotky für ihre unermüdliche, großzügige und individuelle Fürsorge und Betreuung über die vielen Jahre seit Bestehen des Bürgerbusses Lohmar zu bedanken. Der Dank wurde unterstrichen mit einem Gutschein für ein Wohlfühlwochenende mit allen erdenklichen Wellness-Anwendungen im Bergischen Land noch unterhalb der Baumgrenze. Der Stellv. Vorsitzende Wolfgang Manz überreichte ihr das Dankesschreiben der Fahrer zusammen mit einer kleinen Schatztruhe.

Lene – wie sie liebevoll von Ihren Fahrern genannt wird – war – auch vor Freude - richtig platt über so eine Rückmeldung nach über zehn Jahren, in denen sie den Verein aufgebaut und geleitet hat. Ob sie das Angebot annehmen wird, sich im Bürgerbus hinbringen zu lassen, konnte bis Redaktionsschluss noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Bis dahin werden sicher noch einige Wochen vergehen.

Die anwesenden Fahrer wünschten "ihrer" Lene gute Fahrt und Frohe Weihnachten und ließen sie endlich in den Bus steigen zu ihrer traditionell letzten Fahrt vor dem Fest

(von: Wolfgang Manz)

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Nette Begrüßung

An der Haltestelle Hauptschule steht Herr A.. Nachdem der Bus zum Stehen gekommen ist, die Einstiegstür geöffnet wurde und Herr A. im Türrahmen erscheint, begrüßt ihn Herr K. freundlich mit den Worten:" Oh, hat Deine Frau Dir eine reingehauen?" Herr A. entgegnet mit ruhiger Stimme:" Ach, hat das etwa schon in der Zeitung gestanden ?" Herr K. daraufhin lächelnd:" Ja, Du weißt doch, das die Leute sowas gerne lesen."

Im Laufe des folgenden Gespräches klärt Herr A. seinen  zerschundenen Gesichtsausdruck auf, indem er von seinem Sturz erzählt.

 (von: Helmut Graf-Schulz)

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Katzenzungen

Es ist Montagmorgen. Ich fahre die Linie 1/2 und habe eine Kiste mit Schokoladenweihnachtsmännern zur Verteilung an unsere Fahrgäste an Bord. Die Fahrgäste sind erfreut und nehmen die Weihnachtsmänner dankend entgegen.

In Donrath steigt Frau K. ein. Ich überreiche ihr einen Weihnachtsmann. Ihre Reaktion:" Oh, Gott, was ist denn jetzt los ?" Ich bin etwas irritiert und antworte ruhig:" Das ist ein freundlicher Weihnachtsgruß vom Bürgerbusverein an unsere treuen Fahrgäste." Sie ist sichtlich beeindruckt, bedankt sich kurz und meint dann:" Ich mag keine Schokolade, aber ich schenk ihn meiner Enkelin, die mag sowas. Ich muß ihn nur solange verstecken, damit meine Katze den nicht sieht. Die ist verrückt nach Schokolade. Die reißt mit den Krallen die Verpackung runter und frisst den ratz fatz auf. Da kennt die nichts."

"Oh, da kann ich Ihnen eine noch schönere Geschichte erzählen," meldet sich jetzt Frau S. zu Wort. "Meine Schwägerin hatte mit viel Liebe und unter großem Zeitaufwand eine Geburtstagstorte mit allerlei Zierrat und reichlich Sahne gebacken. Die sollte am Nachmittag von der Familie zum Kaffee gemeinsam gegessen werden. Sie brachte die fertige Torte ins Wohnzimmer und stellte sie auf dem Tisch ab. Als sie nach einiger Zeit wieder ins Wohnzimmer ging, stieß sie einen schrillen Schrei aus. Auf dem Tisch saß die große weiße Perserkatze der Familie in der Torte und fraß sich satt.

Als am Nachmittag die Familie zusammen kam und sich nach der versprochenen Torte erkundigte, kam die knappe Antwort meiner Schwägerin: Es gibt keine Torte. Wenn ihr wissen wollt warum, dann seht euch eure viel zu fette Katze an!"

Ein fröhliches Gelächter erfüllte den Bus.

 (von: Helmut Graf-Schulz)

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Köchin mit Führerschein gesucht

Ich fahre die Linie 3 Breidter Rücken. An der Haltestelle Kaufland sitzt Herr H., ein Landwirt im Ruhestand, auf seinem Rollator und wartet auf die Rückfahrt. Er unterhält sich angeregt mit einer Frau im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Nachdem ich ausgestiegen bin, um seinen Rollator zu verstauen, sehe ich, wie er sich sehr herzlich mit Umarmung von der Frau verabschiedet. Als der Bus sich in Bewegung setzt, winken sich beide noch einmal zu.

Herr H. wendet sich nun mir zu und erklärt:" Dat wor ming Exschwiejertochter. Die wor jot, mit der kohm isch jot parat. Die kann Auto fahre wie der Teufel. Die hätt misch och immer in et Dorf jefahre. Äwwer dat Mädsche hätt ene jroße Fähler. Sie kann nit vernünftisch koche. Mir wor dat ja ejal, ming Frau kunnt jot koche, äwwer ming Frau kunnt nit Auto fahre. En Zick lang hätt minge Sunn dat usjehalde un Jeduld jehatt. Er hätt jedach dat dat Mädsche koche liere dät. Äwwer dat hätt nit jeklappt. Er hätt sisch dann scheide losse. Dat wor schad. Isch hann dat Mädsche jern jehatt. Äwwer wat willste maache. Minge Sunn hätt sisch dann en neue Frau jenomme. Die kann jot koche, äwwer die kann nit Auto fahre. Is dat nit furschbar?

Un dann is och noch ming Frau jestorwe. Die kunnt jot koche. Isch mot ens sinn, wat isch jetzt maache. Isch bin äwwer fruh, dat ihr do sit. Jetzt kann isch widder in et Dorf fahre."

Eine Weile ist Ruhe. Dann ruft er plötzlich begeistert aus:" Is dat nit herrlisch he? Mer bruch nit  nach Mallorka fahre, um esu jet zo sinn!"

In der Tat bietet sich uns hinter Geber bei herrlichem Wetter ein toller Ausblick auf die Landschaft ringsum.

 (von: Helmut Graf-Schulz)

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