Uns Lene zum Dank

Die 34 Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbusses Lohmar nutzten die letzte Fahrt des Bürgerbusses Lohmar vor den Feiertagen am Vormittag des 24. Dezembers, um sich auf dem Frouardplatz bei Ihrer langjährigen Vorstandsvorsitzenden Helene Krotky für ihre unermüdliche, großzügige und individuelle Fürsorge und Betreuung über die vielen Jahre seit Bestehen des Bürgerbusses Lohmar zu bedanken. Der Dank wurde unterstrichen mit einem Gutschein für ein Wohlfühlwochenende mit allen erdenklichen Wellness-Anwendungen im Bergischen Land noch unterhalb der Baumgrenze. Der Stellv. Vorsitzende Wolfgang Manz überreichte ihr das Dankesschreiben der Fahrer zusammen mit einer kleinen Schatztruhe.

Lene – wie sie liebevoll von Ihren Fahrern genannt wird – war – auch vor Freude - richtig platt über so eine Rückmeldung nach über zehn Jahren, in denen sie den Verein aufgebaut und geleitet hat. Ob sie das Angebot annehmen wird, sich im Bürgerbus hinbringen zu lassen, konnte bis Redaktionsschluss noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Bis dahin werden sicher noch einige Wochen vergehen.

Die anwesenden Fahrer wünschten "ihrer" Lene gute Fahrt und Frohe Weihnachten und ließen sie endlich in den Bus steigen zu ihrer traditionell letzten Fahrt vor dem Fest

(von: Wolfgang Manz)

Nette Begrüßung

An der Haltestelle Hauptschule steht Herr A.. Nachdem der Bus zum Stehen gekommen ist, die Einstiegstür geöffnet wurde und Herr A. im Türrahmen erscheint, begrüßt ihn Herr K. freundlich mit den Worten:" Oh, hat Deine Frau Dir eine reingehauen?" Herr A. entgegnet mit ruhiger Stimme:" Ach, hat das etwa schon in der Zeitung gestanden ?" Herr K. daraufhin lächelnd:" Ja, Du weißt doch, das die Leute sowas gerne lesen."

Im Laufe des folgenden Gespräches klärt Herr A. seinen  zerschundenen Gesichtsausdruck auf, indem er von seinem Sturz erzählt.

 (von: Helmut Graf-Schulz)

Katzenzungen

Es ist Montagmorgen. Ich fahre die Linie 1/2 und habe eine Kiste mit Schokoladenweihnachtsmännern zur Verteilung an unsere Fahrgäste an Bord. Die Fahrgäste sind erfreut und nehmen die Weihnachtsmänner dankend entgegen.

In Donrath steigt Frau K. ein. Ich überreiche ihr einen Weihnachtsmann. Ihre Reaktion:" Oh, Gott, was ist denn jetzt los ?" Ich bin etwas irritiert und antworte ruhig:" Das ist ein freundlicher Weihnachtsgruß vom Bürgerbusverein an unsere treuen Fahrgäste." Sie ist sichtlich beeindruckt, bedankt sich kurz und meint dann:" Ich mag keine Schokolade, aber ich schenk ihn meiner Enkelin, die mag sowas. Ich muß ihn nur solange verstecken, damit meine Katze den nicht sieht. Die ist verrückt nach Schokolade. Die reißt mit den Krallen die Verpackung runter und frisst den ratz fatz auf. Da kennt die nichts."

"Oh, da kann ich Ihnen eine noch schönere Geschichte erzählen," meldet sich jetzt Frau S. zu Wort. "Meine Schwägerin hatte mit viel Liebe und unter großem Zeitaufwand eine Geburtstagstorte mit allerlei Zierrat und reichlich Sahne gebacken. Die sollte am Nachmittag von der Familie zum Kaffee gemeinsam gegessen werden. Sie brachte die fertige Torte ins Wohnzimmer und stellte sie auf dem Tisch ab. Als sie nach einiger Zeit wieder ins Wohnzimmer ging, stieß sie einen schrillen Schrei aus. Auf dem Tisch saß die große weiße Perserkatze der Familie in der Torte und fraß sich satt.

Als am Nachmittag die Familie zusammen kam und sich nach der versprochenen Torte erkundigte, kam die knappe Antwort meiner Schwägerin: Es gibt keine Torte. Wenn ihr wissen wollt warum, dann seht euch eure viel zu fette Katze an!"

Ein fröhliches Gelächter erfüllte den Bus.

 (von: Helmut Graf-Schulz)

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Köchin mit Führerschein gesucht

Ich fahre die Linie 3 Breidter Rücken. An der Haltestelle Kaufland sitzt Herr H., ein Landwirt im Ruhestand, auf seinem Rollator und wartet auf die Rückfahrt. Er unterhält sich angeregt mit einer Frau im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Nachdem ich ausgestiegen bin, um seinen Rollator zu verstauen, sehe ich, wie er sich sehr herzlich mit Umarmung von der Frau verabschiedet. Als der Bus sich in Bewegung setzt, winken sich beide noch einmal zu.

Herr H. wendet sich nun mir zu und erklärt:" Dat wor ming Exschwiejertochter. Die wor jot, mit der kohm isch jot parat. Die kann Auto fahre wie der Teufel. Die hätt misch och immer in et Dorf jefahre. Äwwer dat Mädsche hätt ene jroße Fähler. Sie kann nit vernünftisch koche. Mir wor dat ja ejal, ming Frau kunnt jot koche, äwwer ming Frau kunnt nit Auto fahre. En Zick lang hätt minge Sunn dat usjehalde un Jeduld jehatt. Er hätt jedach dat dat Mädsche koche liere dät. Äwwer dat hätt nit jeklappt. Er hätt sisch dann scheide losse. Dat wor schad. Isch hann dat Mädsche jern jehatt. Äwwer wat willste maache. Minge Sunn hätt sisch dann en neue Frau jenomme. Die kann jot koche, äwwer die kann nit Auto fahre. Is dat nit furschbar?

Un dann is och noch ming Frau jestorwe. Die kunnt jot koche. Isch mot ens sinn, wat isch jetzt maache. Isch bin äwwer fruh, dat ihr do sit. Jetzt kann isch widder in et Dorf fahre."

Eine Weile ist Ruhe. Dann ruft er plötzlich begeistert aus:" Is dat nit herrlisch he? Mer bruch nit  nach Mallorka fahre, um esu jet zo sinn!"

In der Tat bietet sich uns hinter Geber bei herrlichem Wetter ein toller Ausblick auf die Landschaft ringsum.

 (von: Helmut Graf-Schulz)

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